Der EU-Brasilien-Gipfel 2008

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Kurz vor Weihnachten treffen sich der brasilianische Präsident “Lula” da Silva und der derzeitige EU-Präsident und französische Ministerpräsident Nicolas Sarkozy. Es soll wieder um die strategische Partnerschaft zwischen dem riesigen, lateinamerikanischen Land und der Europäischen Union gehen.
Brasilien ist inzwischen ein wichtiger Handelspartner der EU. Exportiert werden Agrarprodukte aber auch der biotreibstoff Ethanol. Brasilien produziert derzeit an zweiter Stelle in der Welt Ethanol und ist der weltgrößte Exporteur davon. Das Ethanol wird aus Zuckerrohr hergestellt – und es werden noch längst nicht alle verfügbaren Flächen zum Zuckerrohranbau genutzt.
Bis jetzt war Brasilien eher als Produzent hochwertiger Rumsorten aus Zuckerrohr bekannt – doch die Pflanze ist vielfältig nutzbar.
Die EU ist an dem Biotreibstoff interessiert, allerdings befürchten Umweltschützer, dass der Zuckerrohranbau zu Lasten des Regenwaldes erfolgen könnte. Durch Abholzung von Regenwaldflächen würde Brasilien weitere Anbauflächen für den Biotreibstoff-Rohstoff gewinnen.
Brasilien ist hingegen an einer Senkung der Zölle und einem Abbau der Importquoten der EU interessiert.
Für alle lateinamerikanischen Staaten wäre ein Wirtschaftsabkommen mit der EU sehr hilfreich – nicht nur um den eigenen Export anzukurbeln, sondern auch um die Abhängigkeit von den USA zu überwinden.

Bildquelle: stock.xchng, http://www.sxc.hu/photo/864332; Zugriff: 22.12.08

Ergebnisse des Lateinamerika-EU-Gipfeltreffens in Peru

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Nach dem Gipfeltreffen der lateinamerikanischen und europäischen Regierungschefs wurden sowohl zufriedene als auch kritische Stimmen laut: Die Bevölkerung Perus, wo die Begegnung der Politiker statt fand, hatte kurzerhand von Staatspräsident Alan García 2 Feiertage „verordnet“ bekommen. Die Innenstadt Limas war außerdem für den Verkehr gesperrt und die Einwohner konnten in der sonst von Abgasen und Smog belasteten Stadt „aufatmen“. Bundeskanzlerin Merkel zeigte sich nach ihrer ersten Lateinamerikareise ebenfalls zufrieden. Ihre Auseinandersetzung mit Hugo Chavez aus Venezuela wurde friedlich beigelegt und das freundschaftliche Verhältnis zwischen den zwei Ländern mit einem Handschlag bekräftigt.
Das Ergebnis des Gipfeltreffens mit Teilnehmern aus 60 Staaten ist eine 15-seitige Erklärung. Das für die nahe Zukunft geplant Handelsabkommen zwischen der EU und Lateinamerika konnte nicht konkretisiert werden, da sich die südamerikanischen Länder untereinander nach wie vor uneinig sind. Auch in den Bereichen Armutsbekämpfung und Klimaschutz konnten keine großen Verhandlungsfortschritte erzielt werden. Die Bundeskanzlerin begrüßte jedoch, dass sich die Regierungsvertreter aus Südamerika ausdrücklich für den Erfolg der Klimaverhandlungen ausgesprochen und damit auch ein Zeichen gegenüber China und Indien gesetzt haben.